Burnout Hilfe Wien
Schnelle Hilfe bei Burnout
Anpassungsstörungen sind zeitlich begrenzte Reaktionen auf belastende Lebensereignisse. Unsere Expert:innen helfen Burnout ist ein Zustand tiefer Erschöpfung, der durch anhaltenden Stress und Überforderung im Beruf oder im sozialen Umfeld entsteht. Unsere Expert:innen unterstützen Sie dabei, erste Warnsignale zu erkennen, individuelle Wege aus dem Erschöpfungskreislauf zu finden und nachhaltig wieder mehr Lebensqualität und Belastbarkeit zu gewinnen – mit fundierter Diagnostik, individueller Psychotherapie und praxistauglicher Hilfe für den Alltag. Mehr erfahren →
- Letztes Update: 12.08.2026
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Schnelle Unterstützung bei typischen Burnout-Symptomen wie emotionaler und körperlicher Erschöpfung
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Wir sind ein Team aus erfahrenen Psychotherapeut:innen im 1. Bezirk in Wien. Wir unterstützen Sie bei Burnout, chronischer Erschöpfung und Stress.
Wenn Sie sich ständig müde fühlen, keine Kraft mehr haben oder innerlich leer sind, sind Sie nicht allein. Auch wenn Sie im Beruf überfordert sind oder keine Freude mehr spüren – wir sind für Sie da.
Gemeinsam schauen wir, was Ihnen hilft. Wir entwickeln Wege, wie Sie besser mit Stress umgehen können. Wir stärken Ihre psychische Gesundheit – und begleiten Sie auf dem Weg zurück zu mehr Lebensfreude.
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Alles über Burnout

Dr. Katrin Wippersberg ist eine vielseitig ausgebildete Psychoanalytikerin und Psychotherapeutin, die mit viel Einfühlungsvermögen und umfassender Erfahrung in der Behandlung von Trauma, Angststörungen und Depressionen sowie als fundierte Paartherapeutin arbeitet.
Definition: Burnout ist ein chronischer Erschöpfungszustand, der durch anhaltenden Stress und Überforderung im beruflichen oder sozialen Kontext entsteht. Es handelt sich nicht um eine eigenständige Diagnose im ICD-10, wird jedoch unter „Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“ (Z73.0) klassifiziert.
Burnout auf einen Blick
| Aspekt | Zusammenfassung |
|---|---|
| Was ist Burnout? | Burnout ist ein Zustand chronischer Erschöpfung, der durch langanhaltenden Stress und Überforderung im Beruf oder im sozialen Umfeld entsteht. Typisch sind emotionale Erschöpfung, reduziertes Leistungsvermögen und eine negative Haltung zur Arbeit. Burnout ist keine eigenständige Diagnose, wird aber im ICD-10 als Problem der Lebensbewältigung geführt. |
| Symptome und Verlauf | Die Symptome entwickeln sich meist schleichend und umfassen emotionale, kognitive und körperliche Beschwerden. Dazu zählen anhaltende Müdigkeit, Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen und das Gefühl innerer Leere. Der Verlauf kann in verschiedene Phasen gegliedert werden – bis hin zur völligen Erschöpfung. |
| Diagnostik | Die Diagnostik erfolgt klinisch-diskursiv anhand von Gespräch, gezielten Fragebögen (wie MBI, AVEM) und einer sorgfältigen Abgrenzung zu anderen psychischen Störungen wie Depression oder Angststörung. Die individuelle Belastungskonstellation steht im Mittelpunkt. |
| Therapieoptionen | Ein multimodales Behandlungskonzept umfasst Psychoedukation, Psychotherapie, Achtsamkeit und Körperarbeit, Strukturarbeit sowie bei Bedarf medikamentöse Unterstützung und Interventionen am Arbeitsplatz. Ziel ist es, Ressourcen zu stärken und Wege aus dem Erschöpfungskreislauf zu finden. |
| Prävention & Unterstützung | Effektive Prävention setzt auf individueller, betrieblicher und gesellschaftlicher Ebene an: Förderung von Selbstfürsorge, klaren Rollen, Zeitautonomie, Anerkennungskultur sowie Supervision und psychologische Beratung. Die Wiener Praxis bietet schnelle und professionelle Hilfe bei Burnout und begleitet Betroffene auf dem Weg zurück zu mehr Lebensfreude. |
Was ist Burnout?
Burnout ist ein chronischer Erschöpfungszustand, der durch anhaltenden Stress und Überforderung im beruflichen oder sozialen Kontext entsteht. Es handelt sich nicht um eine eigenständige Diagnose im ICD-10, wird jedoch unter „Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“ (Z73.0) klassifiziert.
Burnout zeichnet sich durch emotionale Erschöpfung, reduzierte Leistungsfähigkeit und eine zunehmende negative oder distanzierte Haltung zur Arbeit oder zu Menschen aus. Oft handelt es sich um ein multifaktorielles Syndrom mit beruflichen, sozialen und innerpsychischen Anteilen.
Entstehung und Ursachen
Burnout entsteht im Zusammenspiel individueller, beruflicher und gesellschaftlicher Faktoren. Das klassische Entstehungsmodell geht von einem Missverhältnis zwischen Anforderungen und Ressourcen aus.
Individuelle Faktoren: Zu den individuellen Faktoren zählen Perfektionismus, ein hoher Leistungsanspruch sowie Schwierigkeiten bei der Abgrenzung und beim Nein-Sagen. Auch ein geringes Selbstwertgefühl oder eine kompensatorische Leistungsorientierung können das Risiko für Burnout erhöhen.
Berufliche Faktoren: Im beruflichen Kontext spielen Dauerstress, Zeitdruck und hohe Verantwortung eine wichtige Rolle. Ebenso können ein Mangel an Anerkennung, fehlendes Feedback, geringer Einfluss sowie Rollenkonflikte oder Wertekollisionen zur Entstehung von Burnout beitragen.
Gesellschaftliche Faktoren: Zu den gesellschaftlichen beziehungsweise sozialen und kulturellen Aspekten gehören die Entgrenzung von Arbeit und Freizeit, etwa durch eine „Always-on“-Kultur, die Ökonomisierung sozialer Berufe sowie Isolation durch Homeoffice oder Konkurrenzdruck.
Selbsttest
Symptomatik
Die Symptomatik von Burnout entwickelt sich meist schleichend und verläuft in mehreren Phasen. Zu den zentralen Anzeichen gehört vor allem die emotionale Erschöpfung. Betroffene fühlen sich chronisch müde, innerlich leer, erleben Überforderung und reagieren zunehmend gereizt auf Anforderungen des Alltags.
Häufig treten auch kognitive Einschränkungen auf, wie Konzentrationsprobleme oder eine nachlassende Gedächtnisleistung, die die Bewältigung der täglichen Aufgaben zusätzlich erschweren. Auf körperlicher Ebene zeigen sich oft Beschwerden wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Probleme, die nicht selten zu weiteren Belastungen führen.
Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist der zunehmende Zynismus sowie eine Depersonalisation. Das äußert sich darin, dass Betroffene ihre Arbeit nur noch gleichgültig erledigen, sich innerlich zurückziehen oder sogar das Gefühl haben, nur noch „funktionieren“ zu müssen. Auch der Leistungsabfall ist ein typisches Symptom: Viele erleben das subjektive Gefühl, nichts mehr bewirken zu können, was zusätzlich zu einem Verlust von Sinn und Motivation führt. Am Ende steht nicht selten ein Zustand tiefer Entfremdung und innerer Leere.
Abgrenzung zu Depression & anderen Störungen
Psychodynamische Aspekte
Aus psychodynamischer Sicht steht Burnout häufig in Zusammenhang mit ungelösten inneren Konflikten, strukturellen Defiziten oder dem Einsatz spezifischer Abwehrmechanismen.
Ein zentraler Aspekt ist der sogenannte Über-Ich-Druck, bei dem sich die Identität stark über Leistung definiert. Der eigene Selbstwert hängt eng an Erfolgen, während Versagen als existenziell bedrohlich erlebt wird. Daneben spielt das Konzept des „falschen Selbst“ nach Winnicott eine Rolle: Hierbei passen sich Betroffene übermäßig an äußere Erwartungen an und vernachlässigen dabei ihre eigenen Bedürfnisse.
Nicht selten werden Gefühle von Ohnmacht oder Hilflosigkeit durch Hyperaktivität und ein ständiges Funktionieren abgewehrt. Frühere Beziehungserfahrungen, etwa in Form von Parentifizierung oder einem übermäßigen Verantwortungsgefühl, können zudem die Grundlage für ein späteres Überengagement und damit für die Entstehung von Burnout legen.
Spezialist:innen für Burnout in Wien
Phasenmodell nach Freudenberger & North
Das klassische Burnout-Modell beschreibt 12 Phasen, darunter:
Zwang, sich zu beweisen
Verstärkter Einsatz
Vernachlässigung eigener Bedürfnisse
Verdrängung von Konflikten
Umdeutung von Werten
Verflachung sozialer Kontakte
Wahrnehmungsverlust
Leeregefühl
Depression
Völlige Erschöpfung
Dieses Modell macht deutlich, wie sich im Verlauf von Burnout die Entkopplung vom eigenen Selbst verstärkt und die funktionellen Fähigkeiten zunehmend verloren gehen.
Komorbiditäten
Diagnostik
| Instrument | Kurz-Essenz |
|---|---|
| Maslach Burnout Inventory (MBI) | Standardisiertes Fragebogenverfahren zur Erfassung von Burnout-Symptomen in den Bereichen emotionale Erschöpfung, Depersonalisation und reduzierte Leistungsfähigkeit. |
| AVEM (Arbeitsbezogenes Verhaltens- und Erlebensmuster) | Erfasst individuelle Umgangsweisen mit beruflichen Anforderungen und bewertet persönliche Ressourcen sowie Belastungen im Arbeitskontext. |
| SCL-90-R, BDI | Psychometrische Verfahren zur Differenzierung und Abgrenzung depressiver Symptome von Burnout; unterstützen bei der Differentialdiagnostik. |
| Anamnese | Qualitatives Gespräch zur Erfassung der beruflichen Situation, des Sinnbezugs und der biografischen Hintergründe. |
Therapieoptionen
| Therapieoption | Beschreibung |
|---|---|
| Psychoedukation und Entlastung | Aufklärung über Burnout und Entwicklung individueller Strategien zur Entlastung und Selbstfürsorge. |
| Psychotherapie | Behandlung mit psychodynamischen, systemischen oder verhaltenstherapeutischen Ansätzen – je nach Bedarf und persönlicher Situation. |
| Achtsamkeitsbasierte und körperorientierte Verfahren | MBSR, Yoga, Atemübungen zur Stressreduktion und Stärkung der Selbstwahrnehmung. |
| Strukturarbeit | Unterstützung beim Setzen von Grenzen, Priorisieren und Klären persönlicher Sinnfragen. |
| Medikamentöse Therapie | Gezielter Einsatz von Medikamenten, vor allem bei ausgeprägten depressiven Symptomen oder zusätzlichen Erkrankungen. |
| Arbeitsplatzinterventionen | Individuelle Maßnahmen am Arbeitsplatz, etwa Coaching, Beratung oder Unterstützung bei der Wiedereingliederung. |
Burnout-Prävention
| Präventionsmaßnahme | Beschreibung |
|---|---|
| Förderung emotionaler Kompetenz und Selbstfürsorge | Stärkung der Fähigkeit, eigene Gefühle wahrzunehmen und angemessen mit Stress umzugehen; Förderung eines achtsamen Umgangs mit den eigenen Ressourcen. |
| Klar definierte Rollen und Zuständigkeiten | Schaffung von Transparenz hinsichtlich Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Erwartungen zur Vermeidung von Überforderung und Rollenkonflikten. |
Burnout bei besonderen Gruppen
Führungskräfte:
Sie sind oft besonders gefährdet, da sie hohe Verantwortung tragen, wenig Feedback erhalten und beim Scheitern mit einer großen Fallhöhe konfrontiert sind. Hinter dem ausgeprägten Leistungsmuster stehen häufig narzisstische Konflikte oder Bindungsdefizite.
Soziale Berufe und Care Work:
Menschen in sozialen oder pflegenden Berufen zeigen ein hohes Engagement, erhalten jedoch meist wenig gesellschaftliche Wertschätzung. Das erhöht ihre Anfälligkeit für empathische Erschöpfung, auch bekannt als Compassion Fatigue.
Alleinerziehende und pflegende Angehörige:
Sie erleben Burnout oft im Verborgenen. Dauerhafte Verantwortung ohne ausreichenden Ausgleich oder Unterstützung führt bei ihnen besonders häufig zu chronischer Überforderung und Erschöpfung.
ICD-11 & Zukunftsperspektive
In der ICD-11 ist Burnout als „berufsbezogenes Phänomen“ aufgenommen – nicht als Krankheit, aber als „Faktor, der die Gesundheit beeinflusst“ (QD85). Diese Neubewertung trägt der wachsenden Bedeutung arbeitsbezogener Überlastung Rechnung.
Langfristig wird eine genauere Differenzierung von Burnout, Depression und chronischer Erschöpfung angestrebt – mit einem besseren Verständnis für deren Übergänge und psychodynamische Tiefenstruktur.





